"Meditation ist Arbeit mit unserer Motivation, mit unserer, d.h. auch mit der sozialen Form dieser Motivation – der Geldgier, dem Machtstreben, dem Wettbewerbsdenken, dem Erfolgsstreben und den tausend Eitelkeiten der Selbstdarstellung im Wahn der Konsum- und Medienwelten. Etwas Entspannung auf dem Sitzkissen, dann wieder die ganze Wucht des alltäglichen Unsinns, der es immer wieder schafft, unseren Geist zu kontaminieren – das ist zu wenig. Deshalb sollten wir daran arbeiten, engagiert, geduldig, friedlich und in enger Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Denkschulen auch der großen, der kollektiven Verblendung schrittweise die täuschende Macht zu entziehen."
Karl-Heinz Brodbeck (http://www.ursache.at/spiritualitaet/ethik/300-der-mittlere-weg-)
"Die Selbstgestaltung des Lebens aus dem kreativen Potential der Menschen wird durch die Märkte zerrissen; das Handeln und die Produkte des Handelns (die Konsumgüter) werden in fremde Lebensbereiche verwandelt. Die darin liegende Effizienzsteigerung durch die Arbeitsteilung zieht zugleich die Entfremdung der Menschen von ihren eigenen Möglichkeiten nach sich. Die menschliche Kreativität wird durch die Ökonomie völlig funktionalisiert und in einen bloßen "Erfolgsfaktor" verwandelt. Die Kreativität der Selbsterfahrung und Selbstgestaltung wird im ökonomischen Betrachtungshorizont ausgeklammert."
Karl-Heinz Brodbeck, Buddhistische Wirtschaftsethik, 2002, S. 86.
Europäische "Führer" unterliegen der Illusion - oder geben das vor -, dass sie zur Rettung ihrer Ökonomie Lastwagenladungen von Steuergeldern berappen müssen, um damit genau die Institutionen zu erhalten, die die Hauptbeteiligten an der Erzeugung der Krise sind. Das Argument, das zur Verteidigung dieser politischen Maßnahme benutzt wird, wird mit dem Begriff "systemisches Risiko" ummäntelt.
Das ist jedoch ein falsches Argument, wenn man nur für ein oder zwei Sekunden darüber nachdenkt.
"FAZ: Ist es rücksichtslos, wenn ein Bankmanager 25 Prozent Rendite für sein Institut vorgibt?
"Conde: Durch den weltweiten Handel mit Finanzpapieren wurde die Summe der Geldwerte derart aufgeblasen, dass diese bald das Hundertfache und noch mehr der realen Wirtschaftsgüter betrug, und dabei ist die Grenze tendenziell nach oben offen. Doch das ist wie mit einem Luftballon: Wenn ich ihn über die Möglichkeiten seiner materiellen Substanz hin versuche aufzublasen, platzt er schließlich. Erst dann merkt das Kind, dass seine Größe eigentlich Luft war und dass auch seine Materie nun kaputt ist.
Die "sich entfaltende Kirche" ist ein relativ neues Phänomen in ganz unterschiedlichen christlichen Denominationen, bei dem kleinere Gruppen von Menschen mit einer breiten Palette von Standpunkten sich in einem übergreifenden Dialog als Teil einer gemeinsamen Bewegung sehen.
"Der Kapitalismus ist kein äußeres Ding, sondern eine Denkform, die sich in der Geldverwertung immer wieder neu erschafft und reproduziert.
"Ich möchte vorschlagen, ein Denkmodell fundamentalistisch zu nennen, wenn es vorwiegend nur ein Gegensatzpaar (man könnte auch sagen: eine zweiwertige “Codierung”) verwendet und ansonsten an irgendeine Evidenz appelliert. Bei fundamentalistischen Denkmodellen ist nur das Unterscheiden wichtig, nicht der Inhalt einer verwendeten Kategorie."
"Ich sehe keinen Grund, dass man ... Zukunftsinvestitionen nicht über eine Neuverschuldung finanziert. ... ich glaube, dass es eben bei der deutschen Wirtschaftspolitik wichtig ist, ein Umdenken in die Wege zu leiten dahingehend, dass mehr in die Zukunft investiert wird, als das bisher der Fall ist. Dadurch bietet man sichere Anlagemöglichkeiten und tut etwas für die Zukunft."
"Die Geldgier ist ein unglückliches Bewusstsein, weil es, einmal, nach Hegels Wort, die “Gegenwart nicht besitzt”, weil es immer schon über die sinnliche Gegenwart in berechnender Ratio hinaus ist, zum anderen aber, weil es seinen Inhalt nur an einer Abstraktion hat, die unter den Händen sich stets als Mangel, als zu wenig erweist und das Bewusstsein über jede erreichte Geldsumme hinaustreibt. ...